19.07.2017 - Studien

Mit verdeckten Karten: Vorstandsvergütung im DAX

von Philipp Immenkötter


Die DAX-Konzerne lassen sich bei der Festlegung der Vorstandsgehälter nicht in die Karten schauen. Es ist nicht möglich auch nur ein einziges Vorstandsgehalt nachzuvollziehen. Zwar werden Performancekriterien angegeben, jedoch bleiben Stakeholder über Zielwerte, Gewichtung und Pay-for-Performance meist im Dunkeln. In unserem Transparenz-Rating hat Fresenius Medical Care die transparenteste Vergütung, Adidas, Deutsche Bank und ProSiebenSat1 berichten hingegen am undurchsichtigsten.

Nicht „wieviel“ sondern „warum“ muss gefragt werden, wenn man die Vergütung von Top-Managern in Deutschland analysiert. Transparenz in der Entstehung der Gehälter ist essentiell, um eine Diskussion über die Angemessenheit der Vorstandsvergütung zu führen. Das „warum“ ist durch das Vergütungssystem des Unternehmens bestimmt, über welches der Vergütungsbericht als Teil des Geschäftsberichts Auskunft geben muss. Leider reichen die Vorgaben des Gesetzgebers nicht sonderlich weit und können bereits mit rudimentären Angaben erfüllt werden. Es stellt sich daher die Frage, wie weit sich die deutschen Großkonzerne in die Karten schauen lassen und welchen Einblick sie den Stakeholdern in Ihre Vergütungsstrukturen gewähren.

In dieser Studie bewerten wir die Transparenz der Vergütungsberichte 2016 der DAX-Konzerne und vergeben für jeden Vergütungsbericht einen Transparenz-Score. Hierfür analysieren wir die Informationslage zu den folgenden vier Dimensionen: Beobachtbarkeit der Performancekriterien, Bekanntgabe der vereinbarten Ziele, Gewichtung der Kriterien und Umsetzung von Zielerreichung in Gehalt (Pay-for-Performance Relation). Nur wenn in allen vier Dimensionen ausreichend Informationen zur Verfügung gestellt werden, können Stakeholder die Entstehung der Vorstandsgehälter nachvollziehen.

Studie zum Download als PDF (Lesezeit: 16 Minuten)

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