GASTBEITRAG. Der Euro bleibt beliebt, doch Frankreichs Schulden verschärfen die Spannungen im Währungsraum. Höhere Zinsen setzen die deutschen Ausgabenpläne unter Druck – und den Zusammenhalt.
Der Euro war von Beginn an ein politisches Projekt. Der deutsche Kanzler Helmut Kohl sah den Euro als großes Friedensprojekt. Frankreichs Präsident Jacques Chirac zeichnete zur Geburt des Euro 1999 die Vision eines Stabilitätspols. Kanzler Gerhard Schröder sah 2001 bessere Zeiten als unter der Deutschen Mark kommen.
Seit seiner Einführung hat der Euro zwar gut 40 Prozent seines Werts verloren, doch der Zuspruch ist bei der Bevölkerung hoch. Im Frühjahr 2026 unterstützten 82 Prozent der Menschen im Euroraum die gemeinsame Währung. Selbst die als Antieuropartei gegründete AfD lehnt neuerdings den Euro nicht mehr grundsätzlich ab. Die aktuell hohe Inflationsrate von 3,8 Prozent wird nicht der EZB, sondern vor allem dem Irankrieg von Donald Trump zugeschrieben.
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