20.09.2018 - Studien

Politische Zerreißprobe für Europa rückt näher


Vor über 26 Jahren warnten renommierte Ökonomen aus Deutschland, dass die währungspolitischen Beschlüsse von Maastricht, aufgrund mangelnder Angleichung der Wirtschaftsstrukturen, eine Gefahr für Europa mit sich bringen. Angleichung der Wirtschaftsstrukturen fand bis dato nicht statt und die Wirtschaft schwächelt. Die neue italienische Regierung sucht – wie ihre Vorgänger – die Lösung nicht in der Anpassung überkommener Strukturen, sondern in einer Stimulierung der Nachfrage durch Investitionen. Dabei ist sie auf europäische Unterstützung angewiesen.

Im Juni 1992 unterschrieben 62 renommierte deutsche Wirtschaftswissenschaftler ein Manifest „Die währungspolitischen Beschlüsse von Maastricht: Eine Gefahr für Europa“.

Das Manifest warnte unter anderem, dass „die ökonomisch schwächeren europäischen Partnerländer bei einer gemeinsamen Währung einem verstärkten Konkurrenzdruck ausgesetzt [wären], wodurch sie aufgrund ihrer geringeren Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit wachsende Arbeitslosigkeit erfahren [würden]. Hohe Transferzahlungen im Sinne eines ‘Finanzausgleichs‘ [würden] damit notwendig.“

Die Warnungen der Ökonomen haben sich bestätigt. Insbesondere Italien hat darauf verzichtet, seine Wirtschaftsstruktur den Erfordernissen der Einheitswährung anzupassen, sondern hat die bereits vor der Euro-Einführung wirtschaftliche und politische Fehlentwicklungen laufen lassen.

Die neue italienische Regierung setzt den Kurs ihrer Vorgänger fort und sucht Lösung nicht in der Anpassung überkommener Strukturen, sondern in einer Stimulierung der Nachfrage durch Investitionen. Dabei ist sie auf europäische Unterstützung angewiesen. (Lesezeit ca. 15 min.)

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