13.08.2018 - Studien

Aktienrückkäufe im Trend


Aktienrückkäufe steuern auf ein neues 10-Jahreshoch zu. In 2018 wurden bisher 4,8 Mrd. Euro von den DAX und MDAX Konzernen für Aktienrückkäufe eingesetzt, weitere 5,7 Mrd. Euro wurden bereits angekündigt. Niedrige Zinsen, hohe Kassenbestände und geringe Kurs-Gewinn-Verhältnisse lassen Aktienrückkäufe attraktiv erscheinen.

Wenn ein Unternehmen seine eigenen Aktien am Kapitalmarkt kauft, setzt es freie Mittel ein, um die Anzahl ausstehender Aktien zu reduzieren. Es tauscht Kasse gegen einen höheren Aktienkurs. Problematisch dabei ist, dass durch die Rückkäufe kein ökonomischer Mehrwert geschaffen wird. Liquide Mittel werden ausgegeben, dafür aber keine neuen Assets angeschafft. Auch der Investor ist nur auf dem Papier reicher geworden und hat nicht wie bei einer Dividende mehr Geld in der Kasse, welches er neu investieren könnte.

Daher wundert es nicht, dass Aktienrückkäufe eher ein Mittel letzter Wahl sind. Erst wenn sich keine weiteren Investitionsmöglichkeiten und Zukäufe ergeben, die Dividende nicht kurzfristig erhöht, es keinen Grund für eine vorzeitige Schuldentilgung gibt und auch kein übermäßig hoher Liquiditätspuffer benötigt wird, greifen Unternehmen zu der Maßnahme und kaufen ihre eigenen Titel zurück.

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