16.08.2018 - Studien

Nachhaltiges Investieren – Ein Begriff mit vielen Facetten


Die EU-Kommission möchte Kapitalströme künftig vermehrt in nachhaltige Investitionen lenken, um hierdurch einen Beitrag zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens zu leisten. Notwendige Bedingung hierfür ist, dass ein einheitliches Verständnis über den Begriff des „nachhaltigen Investierens“ erzeugt wird.

Ein schwieriges Unterfangen, denn nicht nur die Ansätze, nach denen nachhaltige Fonds ihre Investitionen auswählen, sind von Produkt zu Produkt sehr unterschiedlich. Sie reichen von einfachen Ausschlüssen über die Integration von Nachhaltigkeitskriterien in die klassische Finanzanalyse bis hin zur gezielten Ausübung von Stimmrechten auf Hauptversammlungen. Auch jedes Individuum hat kulturell, ökonomisch oder gar religiös bedingt eine andere Vorstellung davon, was konkret nachhaltig ist. Die Verschiedenartigkeit der angebotenen Investmentlösungen ist in erster Linie das Ergebnis marktwirtschaftlicher Prozesse und somit Ausdruck unterschiedlicher Vorstellungen und Präferenzen der beteiligten Akteure. Es bleibt abzuwarten, ob es der EU-Kommission gelingt, eine Definition des Begriffs Nachhaltigkeit zu finden, die für alle Akteure befriedigend und zugleich nicht wachsweis und somit inhaltsleer ist. (Lesezeit ca. 15 min.)

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